Angeliño wechselt auf Leihbasis von Leipzig zur TSG
Hoffenheim hat für David Raum Ersatz gefunden
Montag, 8. August 2022

Linksverteidiger Angeliño trägt ab sofort das Trikot des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim. Der 25 Jahre alte Spanier wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende von RB Leipzig in den Kraichgau. „Angeliño ist ein Spieler, der über herausragende fußballerische Fähigkeiten verfügt und diese bereits sowohl in der Bundesliga als auch auf der europäischen Fußballbühne über eine längere Zeit nachgewiesen hat“, sagt TSG-Direktor Profifußball, Alexander Rosen. „Dass sich ein Spieler dieser Kategorie bewusst und mit voller Überzeugung für die TSG entscheidet, obwohl er sich in seiner aktuellen Situation eigentlich Liga und Klubkategorie aussuchen kann, ist schon etwas Besonderes und zeigt, was für einen Stellenwert wir uns mittlerweile erarbeitet haben.“

 
Alexander Rosen (li.) präsentiert Neuzugang Angeliño mit der Rückennumer 11
Anpfiff ins Leben

Wechsel stand 2020 schon zur Debatte

„Vor drei Wochen war nicht damit zu rechnen, dass ich das Trikot der TSG Hoffenheim tragen werde. Nun bin ich hier und ich freue mich sehr darauf“, sagt Angeliño. „Im Januar 2020 wäre ich fast schon mal zur TSG gewechselt, so dass sich beide Seiten nicht lange kennenlernen mussten. Sehr gute Voraussetzungen also, um schnell zueinander zu finden. Das haben die aktuellen Gespräche mit den Verantwortlichen auch bestätigt und das intensive Bemühen um mich zeigten mir, dass Hoffenheim die richtige Wahl ist. Ich verspüre große Lust, den modernen, offensiven und begeisternden Fußball, für den die TSG steht, in dieser Saison mit zu prägen. Aqui vamos.“

Kategorie "Weltklasse" auf "Außenbahn defensiv"

Angeliño, der mit vollem Namen José Ángel Esmoris Tasende heißt, stand seit dem Januar 2020 in 68 Bundesligapartien für RB Leipzig auf dem Platz und erzielte dabei sieben Tore, weitere 13 Treffer bereitete er vor. Mit Leipzig erreichte er 2020/2021 das DFB-Pokal-Finale, in der vergangenen Saison 2021/22 folgte der Pokalerfolg im Finale gegen den SC Freiburg. In der Champions League stehen für ihn 23 Einsätze (3 Tore/13 Assists) für Manchester City, PSV Eindhoven und RB Leipzig zu Buche. Mit den Sachsen stand er 2020 im Halbfinale der Champions League sowie in der vergangenen Saison im Halbfinale der Europa League (6 Spiele, 1 Tor/3 Assists). Das Fachmagzin kicker stufte Angeliño im Winter 2020/21 auf der Position „Außenbahn defensiv“ als einzigen Spieler in der Kategorie „Weltklasse“ ein.

PM und Foto: TSG Hoffenheim

TSG verliert in Unterzahl zum Saisonauftakt 3:1 in Mönchengladbach
Breitenreiter-Debüt misslingt - Posch fliegt mit Gelb-Rot vom Platz
Samstag, 6. August 2022

Die TSG Hoffenheim unterliegt am ersten Bundesligaspieltag der Saison 2022/23 bei Borussia Mönchengladbach 1:3. Die Aufbruchstimmung unter dem neuen Trainer Breitenreiter hat einen frühen Rückschlag erlitten, denn die Kraichgauer gingen am Ende als klarer Verlierer vom Platz. Eine sicherlich spielentscheidende Szene ereignete sich in der 19. Minute, als Hoffenheims Posch nach wiederholtem Foulspiel innerhalb von nur vier Minuten mit Gelb-Rot vom Platz flog. Der Österreicher ging dabei viel zu übermotiviert jeweils in die Zweikämpfe und dezimierte so sein Team bereits zu einem frühen Zeitpunkt völlig unnötig. Dies sah auch Neuzugang Prömel nicht anders: „Der Platzverweis von Stefan Posch war unglücklich für uns, daraus muss er lernen, er weiß sicher selber, dass er etwas zu ungestüm war.“ Nachdem Skov die Gäste bei ihrer ersten Toraktion nach 25 Minuten 1:0 in Führung brachte, glich Bensaninin kurz vor der Pause aus (42.). In der zweiten Hälfte trafen für die Borussen Thuram (71.)  und Elvedi (78.) zum letztendlich verdienten 3:1-Heimsieg.

 
Trotz einiger toller Paraden konnte TSG-Keeper Baumann die Auftaktniederlage in Gladbach nicht verhindern
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Skov trifft mit der ersten Chance

Die erste Hälfte war wenig spektakulär. Beide Mannschaften spielten ohne großes Risiko, ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen und kamen nur selten in den gegnerischen Strafraum. Trotz Unterzahl gingen die Gäste mit ihrer ersten Toraktion durch Skov in Führung (25.). Rutter hatte sich über die rechte Seite durchgesetzt, in den Strafraum auf Kramaric gepasst und dieser quer auf Skov gelegt, der den Ball mit links vorbei an VfL-Keeper Sommer ins Netz jagte. Trotz numerischer Überzahl taten sich die Gladbacher weiter schwer, sich Tormöglichkeiten zu erspielen. Bis auf eine Chance von Thurum (21.), die TSG-Keeper Baumann vereitelte und einen Schuss von Plea, der rechts am Tor vorbei ging, hatten die Gastgeber keine erwähnenswerten Aktionen.

Bensebaini gleicht per Fallrückzieher aus

In den spielerisch schwachen ersten 45 Minuten war es kurz vor der Halbzeitpause Bensebaini, der mit einem Traumtor für Stimmung unter den 48.000 Zuschauern im Borussia-Park sorgte. Nach einer Ecke landete der Ball von Itakura per Kopfball beim algerischen Nationalverteidiger, der aus sieben Metern per Fallrückzieher zum 1:1 traf (42.).

 
Posch (re.) brachte sein Team bereits nach 19 Minuten in numerische Unterzahl

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Baumann verhindert Rückstand

In der zweiten Hälfte hatten die Blau-Weißen die erste Möglichkeit durch Kramaric, und im direkten Gegenzug lenkte Baumann einen Scally-Schuss an die Querlatte (49.). Danach verflachte die Partie zunehmend, Hoffenheim versuchte in Unterzahl mit Sicherheitsfußball das Ergebnis zu halten, ohne sich Offensivaktionen zu erspielen. Gladbach hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, doch Überraschungsmomente und Ideen blieben Mangelware. Die beste Chance zur Führung hatte Plea, doch sein Schuss von links ins lange Eck konnte Torhüter Baumann gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken (62.). Hoffenheim wirkte sehr behäbig im Spielaufbau, machte jedoch geschickt das Zentrum dicht und ließ so dem Gegner wenig Entfaltungsmöglichkeiten.

Thuram bringt VfL in Führung - Elvedi erhöht auf 3:1

Bis zur 71. Minute, dann war für die Gladbacher Fohlen der Bann gebrochen. Geburtstagskind Thuram brachte sein Team mit einem Schuss ins lange Eck erstmals in Führung. Der VfL hatte, wie schon beim letzten Aufeinandertreffen vor 84 Tagen an gleicher Stelle, einen Rückstand gedreht und machte weiter Druck in Richtung gegnerischem Tor. Und hätte Baumann nicht mit tollen Glanzparaden sein Team weiter im Spiel gehalten, hätten die Gladbacher schon vorzeitig die Partie für sich entscheiden können. Nachdem Baumann in der 77. Minute wieder im Duell im Plea Sieger blieb, war er eine Minute später machtlos, als Elvedi aus spitzem Winkel von rechts auf 3:1 erhöhte (78.). Trotz weiterer guter Möglichkeiten für das Team von Trainer Farke blieb es bei diesem Ergebnis, das unterm Strich bei 18 zu 2 Torschüssen und 62% Ballbesitz hochverdient war. Gladbach war kombinationssicherer und lauerte geduldig auf seine Torchancen, die sich aufgrund der numerischen Überzahl zwangsweise ergaben. Für die Hoffenheimer geht es am nächsten Samstag mit dem Heimspiel um 15.30 Uhr gegen den VfL Bochum weiter.

 
Skov brachte die TSG mit der ersten Torchance in der 25. Minute in Führung

Heidelberger

Stimmen zum Spiel:

Baumann (TSG-Keeper): „70 Minuten zu zehnt zu spielen ist dann am Ende schwierig. Wir haben es gut gemacht, waren weiter mutig und hatten einen guten Mix mit Pässen hinten raus und langen Bällen. Aber die Zeit wurde immer länger, der Druck immer größer. Gladbach ist ruhig geblieben und hat es sehr gut ausgespielt.“
Breitenreiter (TSG-Trainer): „Es war zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben uns leider früh dezimiert. Stefan Posch muss sich da etwas geschickter anstellen. Trotz der Unterzahl haben wir 70 Minuten gut verteidigt und gehen sogar in Führung. Leider bekommen wir noch vor der Pause über eine Standardsituation den Ausgleich. Mit der Zeit wurde es dann immer schwieriger. Gladbach hat dann einen weiteren Fehler von uns gut ausgenutzt. Heute wäre bei elf gegen elf sicherlich etwas möglich gewesen, aber so ist der Sieg für Gladbach verdient.“
Farke (Trainer Mönchengladbach): „Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis. Gerade im ersten Heimspiel herrscht immer eine hohe Erwartungshaltung. In der ersten Hälfte haben wir es nicht so gut gemacht, das war in der zweiten Hälfte deutlich besser. Hoffenheim stand auch mit einem Mann weniger sehr gut, aber es war ein verdienter Sieg.“

Aufstellung:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Scally (84. Lainer), Itakura, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Koné – Hofmann (89. Herrmann), Neuhaus, Plea – Thuram
TSG Hoffenheim: Baumann – Posch, Vogt, Ozan Kabak – Kadeřábek (64. Akpoguma), Samassékou (24. Nsoki), Skov – Prömel, Baumgartner (81. Rudy) – Georginio (64. Bruun Larsen), Kramarić (81. Damar)
Tore: 0:1 Skov (25.), 1:1 Bensebaini (42.), 2:1 Thuram (71.), 3:1 Elvedi (78.)
Gelb-Rote-Karte: Posch (19.)
Schiedsrichter: Siebert
Zuschauer: 48.000

Fotos: Kraichgaufoto

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Hoffenheim hat in Gladbach etwas gutzumachen
TSG startet am Samstag in Mönchengladbach in die neue BL-Saison
Donnerstag, 4. August 2022

Am Samstag startet die TSG Hoffenheim unter ihrem neuen Trainer André Breitenreiter in die neue Bundesligasaison 2022/23. Nach dem mühevollen 2:0-Sieg nach Verlängerung in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SV Rödinghausen erwartet die Kraichgauer gleich zum Auftakt mit Borussia Mönchengladbach ein anspruchsvoller Gegner. Die Gladbacher Fohlen haben den Blau-Weißen am letzten Spieltag der vergangenen Saison mit einer 1:5-Packung eine schmerzhafte Niederlage zugefügt, die letztendlich auch bei der Entscheidung, Trainer Sebastian Hoeneß zu entlassen, eine nicht unwesentliche Rolle spielte. 84 Tage danach haben die Hoffenheimer nun die Gelegenheit, sich für ihre damalige enttäuschende Vorstellung am Niederrhein zu revanchieren.

 
Hoffenheims Kramaric wird hier von einem Gladbacher Gegenspieler fair vom Ball getrennt

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Zwei neue Innenverteidiger

Während Mönchengladbach nur eines der vergangenen neun Bundesliga-Spiele verlor, ist die TSG dagegen seit neun Partien sieglos (3 Remis, 6 Niederlagen). Das Hauptaugenmerk bei den Nordbadenern liegt auf einer stabileren Defensive. Während man in der Vorsaison mit 58 Toren die fünftmeisten Treffer erzielte, kassierte man deutlich zu viele Gegentreffer. Damit die Hintermannschaft deutlich stabiler wird, hat man kurz vor Saisonstart auf dem Transfermarkt nochmals zugeschlagen und mit dem 20-jährigen Portugiesen Eduardo Quaresma von Sporting Lissabon und dem 23-jährigen Franzosen Stanley Nsoki von Club Brügge zwei Innenverteidiger verpflichtet.

 
Hoffenheims Kaderabek beim Torschuss aus spitzem Winkel

Versöhnung mit den Fans

Sieben der 18 Bundesligisten gehen mit einem neuen Trainer in die Saison, zwei davon sind bei der Borussia und 1899 – bei Mönchengladbach steht Daniel Farke vor seinem Bundesliga-Debüt, für den Hoffenheimer Breitenreiter ist es die vierte Station als Bundesliga-Trainer. Die Erwartungshaltung bei beiden Vereinen ist nach dem mittelmäßigen Abschneiden in der vergangenen Saison groß. Als der VfL in der vergangenen Rückrunde zeitweise im Abstiegskampf steckte, kam es zum Bruch zwischen Mannschaft und Fans. Die Profis wurden auf Plakaten übel beschimpft. Der neue Trainer Farke erwartet von seinen Spieler, dass sie alles dafür tun werden, um diese unbefriedigend Situation zu ändern. „Die Fans sollen sehen, dass wir alles tun, um unser Trikot zu verteidigen“, sagte der Ostwestfale bei seinem Amtsantritt. Zum 32. Mal trifft Hoffenheim im Profifußball auf die Gladbacher Fohlen. Die Bilanz spricht dabei bei elf Siegen, acht Niederlagen und zwölf Unentschieden für die TSG.

 
TSG-Stürmer Rutter versucht trotz Bedrängnis aufs Gladbacher Tor zu schießen
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Zuletzt zwei Auftaktsiege für Hoffe

Die TSG konnte zuletzt zwei Bundesliga-Auftaktspiele in Serie gewinnen, beide Begegnungen waren auswärts: 2020 schlug man den 1. FC Köln 3:2, 2021 holte man drei Punkte beim 4:0-Erfolg beim FC Augsburg. Gladbach wiederum hat seine vergangenen drei Auftaktpartien nicht gewonnen. Ob sich das als gutes Omen herausstellt, wird sich zeigen. Breitenreiters Aussagen nach der enttäuschenden Vorstellung im DFB-Pokalspiel bremst jedoch alle aufkommende Euphorie: "Wir haben noch Luft und Potenzial nach oben". Hoffentlich, denn wenn dies nicht der Fall sein sollte, droht beim Saisonauftakt Ungemach, wie schon beim letzten Duell an gleicher Stelle vor drei Monaten.

Fotos: Kraichgaufoto

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Ich möchte Spiele gewinnen, deshalb bin ich hier“
Neuzugang Prömel möchte in Hoffenheim voll durchstarten
Donnerstag, 28. Juli 2022

Im zweiten Versuch soll es nun klappen. Nachdem Grischa Prömel in seinem ersten Anlauf von 2013 bis 2015 bei der TSG Hoffenheim der Durchbruch verwehrt blieb, ist der Neuzugang von Union Berlin jetzt entschlossen, im Team von Trainer André Breitenreiter sich einen Stammplatz zu sichern und voll durchzustarten. Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler kam im Sommer 2013 von den Stuttgarter Kickers zur Hoffenheimer U19. Zur Saison 2015/16 wechselte er dann zum Karlsruher SC und zwei Jahre später zu Union Berlin. 2016 gewann er mit dem deutschen Team in Rio de Janeiro die olympische Silbermedaille. Beim Kraichgauer Bundesligisten, wo der 27-jährige Mittelfeldspieler 2014 mit der U19 unter Trainer Julian Nagelsmann deutscher Meister wurde, ist man von den Qualitäten des dynamischen gebürtigen Bad Cannstatters überzeugt.

 
Prömel gilt als große Bereicherung fürs Hoffenheimer Mittelfeld
Gardinen Schlenker

Enorme Präsenz und großes Spielverständnis

Für Sportdirektor Profifußball Alexander Rosen war es ein „außergewöhnliches Gesamtpaket“, das er ablösefrei aus Berlin holte und mit einem Vertrag bis 30. Juni 2026 ausstattete: „Grischa ist ein Spieler mit herausragenden läuferischen Fähigkeiten und einer enormen Präsenz, der im Mittelfeld sehr variabel agieren kann und zudem ein großes Spielverständnis besitzt. Neben seinen Defensiv-Qualitäten und seiner beeindruckenden Mentalität verfügt er auch über ein besonderes taktisches Gespür und wird darüber hinaus aus seiner Position immer wieder torgefährlich.“ Die Rückkehr nach fünf Jahren an die alte Wirkungsstätte sieht der ehemalige Akademie-Absolvent nun als gestandener Profi durchweg positiv: „In einem bekannten Umfeld fällt einem der Neueinstieg natürlich leichter. Die Ambitionen des Vereins waren für mich letztendlich ausschlaggebend, ich suchte eine neue Herausforderung, die ich in meinen Augen bei der TSG Hoffenheim nun gefunden habe. Ich möchte erfolgreich sein, Spiele gewinnen, deshalb bin ich hier.“

 
Neuzugang Prömel im medialen Fokus

Berliner Zeit bleibt unvergessen

Aus sportlicher Sicht hatte sich Prömel bei der Vertragsunterzeichnung in Hoffenheim mit Sicherheit eine bessere sportliche Ausgangslage gewünscht. Zu dem Zeitpunkt war die TSG noch ein aussichtsreicher Kandidat für eine Champions League-Teilnahme, was sich dann aber schlagartig änderte. Während die Blau-Weißen aufgrund einer Sieglosserie auf der Zielgeraden der vergangenen Saison aus den internationalen Rängen rutschten, zogen die Köpenicker mit Antreiber Prömel an ihnen vorbei und qualifizierten sich für die Europa League. Nicht nur deshalb fiel ihm der Abschied von den Unionern, wo er 2019 den Bundesligaaufstieg feierte, sich zwei Mal für den Europapokal qualifizierte und in der vergangenen Saison in 29 Spielen acht Tore erzielte, nicht leicht: „In Berlin war es bislang die schönste Zeit meiner Karriere, sie war mit einem kleinen Verein unheimlich erfolgreich. Die Qualifikation für die Europa League war schon etwas verrückt. Ich war da gefühlt wie im gemachten Nest, hatte ein gutes Standing im Team.“ Doch das ist jetzt Geschichte, der Blick geht nach vorn.

 
Prömel auf dem Spielfeld mit dem Blick aufs Wesentliche

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Zwei Tore beim Heimdebüt

Gleich bei seinem ersten Auftritt in der Sinsheimer Arena beim Saisonauftakt gegen Hellas Verona zeigte Prömel das, was man von ihm erwartet: Präsenz, Aggressivität und Torgefahr. Beim 3:2-Sieg der TSG traf er gleich doppelt. "Auf meiner Position muss ich Tore machen. Auf der Acht sind diese tiefen Wege gefragt. Ich probiere natürlich, meine Fähigkeiten bestmöglich einzubringen. Das ist eben die Körperlichkeit, die Wege und die Torgefahr, weil ich oft in der Box auftauche“, diktierte er der kleinen Journalistengruppe in der Mixed Zone der Sinsheimer Arena in deren Aufnahmegeräte. Auch wenn noch nicht alles rund läuft, ist Prömel von einer positiven Saison überzeugt: „Ich bin sehr optimistisch für die Saison, wir haben gut gearbeitet, konnten auch schon viel von dem zeigen, was der Trainer verlangt. Wir ziehen alle an einem Strang. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser Truppe viel Spaß haben werden." Von einer Nationalmannschaftskarriere möchte er (noch) nichts wissen, der Fokus gilt nur der TSG: "Man schreibt es nie vollkommen ab. Ich werde jetzt aber nichts ausrufen, sondern will erstmal hier meine Leistungen bringen", sagte Prömel mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Fotos: Kraichgaufoto

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