Hoffenheim verliert unglücklich mit 3:2 in Dortmund
Haalands Last-Minute-Treffer entscheidet packendes Match
Samstag, 28. August 2021

Mit einer 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund endet die saisonübergreifende Serie von neun ungeschlagenen Bundesligaspielen für die TSG Hoffenheim. In einer spannenden und packenden Freitagabendpartie des 3. Spieltages vor 25.000 Zuschauern trafen für die Gastgeber Reyna (48.), Bellingham (69.) und Halland (90.+1), während für die TSG Baumgartner (61.) und Dabbur (90.) erfolgreich waren. Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden: „Unsere Leistung war extrem positiv. Beide Teams haben überragend gespielt. Meiner Meinung nach hätte es heute keinen Sieger geben müssen.“ Noch zufriedener zeigte sich sein Gegenüber, BVB-Coach Marco Rose: „Hinten raus war es ein sehr wildes Spiel. Beide Mannschaften wollten. Ich freue mich, dass meine Jungs für die Leidenschaft belohnt wurden.“

 
Enttäuschung bei Hoffenheims Keeper Baumann, der zuvor mit tollen Paraden sein Team vor Gegentreffern bewahrte

Torlos zur Halbzeitpause

Die Kraichgauer begannen sehr engagiert und hatten bereits nach drei Minuten die erste Großchance: Nach einer Rudy-Flanke stieg Kramaric am höchsten und traf per Kopfball nur das linke Lattenkreuz. Im Gegenzug verhinderte TSG-Keeper Baumann reflexartig nach einem Schuss von Reyna aus kurzer Distanz einen Rückstand (4.). Die Dortmunder dominierten zwar in der Folge das Geschehen, doch konnten sie gegen die leidenschaftlich verteidigenden Gäste wenige Tormöglichkeiten kreieren. Die zweite dicke Chance für die Blau-Weißen bot sich Baumgartner, der frei vor dem Tor am reaktionsschnellen Dortmunds Torhüter Kobel scheiterte (39.). Somit blieb es beim torlosen Remis zur Pause.

Reynas Führungstreffer gleicht Baumgartner aus

Im zweiten Abschnitt bestimmten die Kraichgauer zwar erneut die Anfangsphase, doch den ersten Treffer erzielten die Schwarz-Gelben. Reyna hatte nach einem Zuspiel zu viel Platz und traf aus 15 Metern ins rechte Eck (48.). Beide Mannschaften erspielten sich nun eine Reihe guter Möglichkeiten, die Zuschauer bekamen ein abwechslungsreiches und packendes Duell geboten. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich bot sich nach knapp einer Stunde Kramaric, der auf Zuspiel von Baumgartner allein vor dem BVB-Tor auftauchte, jedoch an Kobel scheiterte (59.). Zwei Minuten später fiel dann doch der längst verdiente Ausgleich. Auf Zuspiel von Geiger traf Baumgartner aus spitzem Winkel von rechts ins lange Eck zum 1:1 (61.).

 
Kramaric wartet nach vier Spieltagen immer noch auf seinen ersten Saisontreffer

Turbulente Schlussphase

Nachdem Baumann bei einem Konter gegen Malen noch parieren konnte (66.), war er wenig später machtlos. Eine Guerreiro-Flanke köpfte Raum genau vor die Füße von Bellingham, der mit einem Flachschuss durch die Beine von Rudy ins linke Eck zur erneuten Dortmunder Führung traf (69.). Die Gäste gingen nun volles Risiko, übernahmen die Spielkontrolle und drängten auf den Ausgleich. Nach einer Ecke verlängerte Akpoguma auf den zweiten Pfosten, wo der eingewechselte Dabbur freistehend aus kurzer Distanz den Ball über die Torlinie zum inzwischen hochverdienten 2:2-Ausgleich drückte (90.).

Haaland trifft in der Nachspielzeit

Doch die Freude bei den TSG-Fans hielt nicht lange, denn fast postwendend traf Dortmund-Torjäger Haaland zum 3:2-Siegtreffer. Zuvor hatte Baumann zwei Schüsse von Brandt und Moukoko aus kürzester Distanz pariert, ehe der Norweger aus spitzem Winkel den Abpraller in den linken Torwinkel jagte (90.+1).

 
Für TSG-Trainer Hoeneß ist sein Team auf einem guten Weg

Imprimatur GmbH

"Das war Werbung für den Fußball"

Für die Hoffenheimer war es eine äußerst unglückliche Niederlage, die aufgrund der gezeigten Leistung und bei besserer Chancenverwertung vermeidbar gewesen wäre. Ein enttäuschter Torschütze Baumgartner nach der Partie: „Es ist eine extrem bittere Niederlage. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt und ein Punkt wäre aus meiner Sicht auf jeden Fall verdient gewesen.“ Das Fazit von Hoeneß war durchweg positiv: „Unser Weg stimmt, das muss uns positiv stimmen. Ich bin jetzt schon stolz auf die Jungs, sie haben alles rausgehauen. Das war Werbung für den Fußball.“ Nach der folgenden Länderspielpause empfängt die Hoeneß-Truppe am 4. Spieltag am 11. September um 15.30 Uhr in Sinsheim den FSV Mainz 05.

Statistik:

Borussia Dortmund: Kobel – Meunier, Witsel, Akanji, Guerreiro (84. Passlack) – Dahoud – Bellingham (72. Wolf), Reyna – Reus – Malen (84. Moukoko), Haaland
TSG Hoffenheim: Baumann – Akpoguma, Posch, Vogt, Raum – Stiller (46. Rutter), Geiger (83. Dabbur) – Bruun Larsen (69. Adamyan), Rudy, Baumgartner (69. Gacinovic) – Kramaric
Tore: 1:0 Reyna (48.), 1:1 Baumgartner (61.), 2:1 Bellingham (69.), 2:2 Dabbur (90.), 3:2 Haaland (90. +1)
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 25.000

Fotos: Kraichgaufoto

Weitere Fotos zum Bericht
TSG reist mit guten Voraussetzungen zum BVB
Hoffenheim gastiert bei Lieblingsgegner Dortmund
Donnerstag, 26. August 2021

Die TSG Hoffenheim eröffnet den 3. Bundesliga-Spieltag am Freitagabend (20.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund. Für die Kraichgauer, die seit neun Bundesligaspielen saisonübergreifend ungeschlagen sind, wird das Duell im Signal-Iduna-Park zum ersten großen Härtetest der noch jungen Saison. Der BVB hat die letzten fünf Bundesliga-Heimspiele alle gewonnen und möchte sich für die 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende beim SC Freiburg rehabilitieren. Das Team des neuen Trainers Marco Rose möchte den Abstand zur Spitzengruppe nicht größer werden lassen und wird im heimischen Stadion alles daran setzen, damit drei Punkte eingefahren werden.

 
Kann Bruun Larsen (re.) gegen seinen Ex-Verein seine Torgefährlichkeit erneut unter Beweis stellen?

Welche Serie reißt?

Die Dortmunder sind wahre Freitagabendspezialisten. In über 16 Jahren haben sie keines ihrer 29 Liga-Heimspiele verloren (21 Siege, acht Remis). Dennoch sind die Ostwestfalen vor den Hoffenheimern gewarnt, die sich immer mehr zu einem Angstgegner entwickeln. Nur eine der letzten sieben Bundesligapartien konnten die Schwarz-Gelben gegen die Nordbadener für sich entscheiden. Von der Spielanlage sind beide Teams zwar recht unterschiedlich, doch ein Blick auf die Statistik zeigt, dass beide Teams an den ersten zwei Spieltagen jeweils fünf Mal aus dem laufenden Spiel heraus durch das Spielfeldzentrum trafen.

 
Hoffenheims Baumgartner enteilt gleich drei Dortmunder Verfolgern

Hütter GmbH

Interessantes Torjägerduell zwischen Haaland und Kramaric

Im Duell der beiden treffsichersten Teams (jeweils sechs Tore) stehen die jeweiligen Top-Stürmer und aktuellen Top-Scorer nach zwei Spieltagen Erling Haaland (zwei Tore, zwei Torvorlagen) und Andrej Kramaric (vier Torvorlagen) besonders im Fokus. Kramaric hat besonders gute Erinnerungen an die Dortmunder Spielstätte, denn hier erzielte er in der Saison 2019/20 beim 4:0-Auswärtssieg der TSG alle vier Treffer. Der Kroate war in jedem seiner vergangenen sieben Bundesliga-Einsätze mindestens an einem Tor direkt beteiligt (6 Tore, 6 Assists). Kein Spieler im TSG-Trikot war bislang am Stück erfolgreicher.

Bruun Larsen mit neuem Selbstvertrauen

Auch ein anderer Hoffenheimer Offensivspieler ist momentan in guter Form: Jacob Bruun Larsen. Der dänische Nationalspieler traf jeweils an den ersten beiden Spieltagen und erzielte damit genauso viele Treffer wie in seinen bisherigen 46 Bundesliga-Einsätzen. Der 22-Jährige wird am Freitagabend gegen seinen ehemaligen Verein, für den er von 2016 bis 2020 unter Vertrag stand, besonders heiß sein. Auf Dortmunder Seite wird vor allem Weltmeister Mats Hummels besonders motiviert ins Spiel gehen, schließlich steht der Innenverteidiger vor seinem 400. Pflichtspiel für die Borussia.

 
Mijat Gacinovic setzt sich gegen seine Dortmunder Gegenspieler durch
lacuisine
Was tut sich noch bis zur Schließung des Transferfensters?

Kurz vor Schließung des Sommer-Transferfensters am 31. August konnten die Blau-Weißen ihren großen Spielerkader etwas verdünnen. Trainer Sebastian Hoeneß äußerte schon beim Trainingsauftakt den Wunsch den Kader etwas schlanker zu gestalten, damit jeder Spieler die Chance hat, Spielzeiten zu bekommen. Bislang konnte Alexander Rosen, Direktor Profifußball, mit Innenverteidiger Konstantinos Stafylidis nach Bochum, Maximilian Beier nach Hannover, Justin Hoogma nach Fürth und Ilay Elmkies nach Mödling (Österreich) vier Profis verleihen und mit Ishak Belfodil einen wechselwilligen und zuletzt eher unzufriedenen Stürmer für eine halbe Million Euro Ablöse zu Hertha BSC Berlin transferieren. Im aktuell 26 Feldspieler umfassenden Kader stehen mit Kasim Adams und Joshua Brenet noch zwei Akteure vor dem Absprung, die in den Hoeneß-Planungen keine Rolle mehr spielen.

Die Zukunft von Grillitsch und Kramaric ist völlig offen

Ob der Österreicher Florian Grillitsch zum AC Mailand wechselt oder doch noch seinen bis Juni 2022 laufenden Vertrag erfüllt, bleibt weiter eine spannende und offene Personalie. Auch die Zukunft des heißumworbenen kroatischen Torjägers Kramaric, dessen Vertrag ebenfalls am Saisonende ausläuft, ist völlig offen. Bei beiden Stammspielern hängt es eindeutig an den Ablösesummen, die zu Pandemiezeiten ihre besondere Eigendynamik haben. Gut möglich, dass die von Hoeneß gewünschte Verpflichtung des Münchner Innenverteidigers Chris Richards (Bayern fordert 10 Millionen Ablöse) erst durch Transfererlöse der Top-Stars möglich ist.

Fotos: Kraichgaufoto

Weitere Fotos zum Bericht
Belfodil wechselt zu Hertha BSC Berlin
Stürmerstar sucht neue Herausforderung
Dienstag, 24. August 2021

Hoffenheims Stürmer Ishak Belfodil verlässt die Kraichgauer und wechselt mit sofortiger Wirkung zum Bundesliga-Konkurrent Hertha BSC Berlin. Der 29 Jahre alte Algerier hatte bei der TSG noch einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison. Die Ablöse soll rund 500.000.- Euro betragen. „Nach einer sehr klaren Analyse der aktuellen Situation und offenen Gesprächen mit Ishak waren wir uns einig, dass ein Neubeginn bei einem anderen Verein für alle Seiten die vernünftigste Lösung ist“, sagt Alexander Rosen, TSG-Direktor Profifußball.

 
Belfodil wechselt von den Blau-Weißen an der Elsenz zu den Blau-Weißen an der Spree
Anpfiff ins Leben

Zusammen mit Kramaric zweitbeste Sturmduo der Liga

Belfodil war in seinem ersten Jahr für die Hoffenheimer unter Trainer Julian Nagelsmann einer der treffsichersten Bundesligastürmer und bildete in der Saison 2018/19 gemeinsam mit Andrej Kramaric das zweitbeste Sturmduo der Liga. Diese Erfolgsserie wurde am letzten Spieltag der Runde beim 2:4 in Mainz durch eine komplizierte Knieverletzung jäh beendet. Danach absolvierte Belfodil seit Sommer 2019 nur noch 25 Pflichtspiele - lediglich drei davon über 90 Minuten - und erzielte dabei ein Tor. Der Offensivspieler wechselte im Juli 2018 von Werder Bremen zu den Nordbadenern, wo er insgesamt 47 Bundesliga-Spiele (16 Tore), fünf Champions League- und vier Europa League-Partien (jeweils ein Treffer) sowie vier DFB-Pokal-Einsätze absolvierte.

 
An seine starke Saison 2018/19 konnte Belfodil in Hoffenheim nicht mehr anknüpfen
korke

"In Berlin noch einmal zeigen, was ich kann"

In der Berliner Pressemitteilung wird Belfodil wie folgt zitiert: „Nach drei Jahren bei der TSG habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht. Ich bin froh jetzt in Berlin bei Hertha zu sein. Ich will hier unbedingt noch einmal zeigen, was ich kann und dabei mithelfen, dass Hertha eine deutlich erfolgreichere Saison spielt als zuletzt.“ Hertha-Manager Fredi Bobic zum Transfer: „Mit ihm bekommen wir einen ausgewiesenen Torjäger, der eine gewisse Erfahrung mitbringt und seine Treffsicherheit im Sturmzentrum bereits unter Beweis gestellt hat. Er weiß, wo das Tor steht, und er wird uns sicher im Offensivbereich noch einmal weiterbringen.“

Fotos: Kraichgaufoto

Hoffenheim und Union Berlin trennen sich leistungsgerecht 2:2
TSG verpasst Sprung an die Tabellenspitze
Sonntag, 22. August 2021

44 Wochen mussten die Fans darauf warten, endlich wieder live bei einem Bundesligaspiel der TSG Hoffenheim dabei zu sein. Enttäuschend dann die Kulisse nach dem 4:0-Auftaktsieg in Augsburg: Nur 8.014 Zuschauer waren zur Saisonheimpremiere in die Sinsheimer Arena gegen Union Berlin gekommen – 15.025 waren zugelassen. Diejenigen die kamen, bekamen ein abwechslungsreiches Spiel mit vier Toren geboten, in dem die Gastgeber zwar in der ersten Hälfte das deutlich bessere Team waren, dann aber gegen immer stärker werdende Berliner sich am Ende mit dem 2:2-Unentschieden begnügen mussten. Die Treffer erzielten Bruun Larsen und Kevin Akpogum für die TSG, für die Köpenicker trafen Niko Gießelmann und Taiwo Awoniyi. Hoffenheim versäumte es, mit einem Dreier sich nach langer Zeit erstmals wieder auf die Pole-Position im Fußballoberhaus zu setzen.

 
Dabbur muss sich hier gleich gegen mehrere Berliner Gegenspieler durchsetzen
Anpfiff ins Leben

TSG steckt frühen Rückstand schnell weg

Nach anfänglichem Abtasten wurden die Gastgeber zu einem frühen Zeitpunkt kalt erwischt. Neuzugang David Raum ließ Gegenspieler Julian Ryerson auf der rechten Seite ungehindert flanken, in der Mitte scheiterte zunächst Niko Gießelmann per Kopfball an Torhüter Oliver Baumann, ehe er den Abpraller aus kurzer Distanz zur 1:0-Gästeführung über die Linie drückte (10.). Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Flanke von Angelo Stiller stieg Kevin Akpoguma am höchsten und wuchtete den Ball mit dem Kopf unhaltbar ins linke Toreck zum 1:1-Ausgleich (14.). Wenig später Glück für die TSG: Max Kruse zirkelte einen Freistoß aus 30 Metern ans linke Lattenkreuz (17.). Drei Minuten später erneute Gefahr vor dem Hoffe-Tor: Nach einem Fehlpass von Sebastian Rudy lief Berlins Taiwo Awoniyi allein auf Keeper Baumann zu, scheiterte jedoch im Eins gegen Eins am reaktionsschnellen Schlussmann (20.). Auf der anderen Seite verhinderte Berlins Torhüter Andreas Luthe bei einem Distanzschuss von Jacob Bruun Larsen einen Rückstand (23.).

Bruun Larsen erzielt die Führung

Die Gastgeber setzten nach und belohnten sich: Nach einer langen Ballstafette passte Andrej Kramaric mit einem herrlichen Steilpass in die Spitze zu Bruun Larsen, der frei vor dem Union-Tor zur 2:1-Führung traf (30.). Während es für Bruun Larsen bereits der zweite Saisontreffer war, war es für Kramaric der vierte Assist im zweiten Spiel. Im weiteren Verlauf dominierten die Kraichgauer weiter das Spiel und versäumten es in dieser Phase, das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden. So blieb es bei der knappen, aber hochverdienten 2:1-Pausenführung.

 
TSG-Keeper Baumann hatte vor allem in der zweiten Hälfte viel zu tun

Kraichgaufoto

Früher Ausgleich beflügelt die Köpenicker

Die Eisernen erwischten einen optimalen Start in Hälfte 2. Awoniyi wurde steil geschickt und scheiterte zunächst mit einem 17-Meter Schuss an Baumann. Nachdem Akpoguma den Abpraller nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte, zirkelt der Nigerianer den Ball noch aus spitzem Winkel ins rechte Eck zum 2:2 Ausgleich (47.). Die Partie war nun wieder offen und hartumkämpft. Die erste Chance der Hoeneß-Truppe ließ nicht lange auf sich warten. Eine scharfe Hereingabe von Akpoguma nahm Munas Dabbur in Mittelstürmerposition direkt, doch sein leicht abgefälschter Schuss wurde zur Ecke abgewehrt (54.). Die Hauptstädter waren nun aktiver und störten den Gegner früh beim Spielaufbau. Dabei verhinderte Baumann den erneuten Rückstand, indem er einen Schuss von Kruse aus acht Metern mit glänzender Parade entschärfte (63.). Auf der anderen Seite schoss Rudy aus 16 Metern zentraler Position völlig freistehend weit übers Union-Tor (66.). Die Partei drehte sich nun zugunsten der Köpenicker, die sich nun ein deutliches Chancenplus erarbeiteten.

Baumgartner checkt Linienrichter

Kuriose Szene in der 77. Minute, als Hoffenheims Christoph Baumgartner unbeabsichtigt mit Linienrichter Mike Pickel zusammenprallte, der sich dabei leicht verletzt und behandelt werden musste. In der Schlussphase drängten die Unioner verstärkt auf den Siegtreffer und dezimierten sich in der Nachspielzeit, als Marvin Friedrich wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz flog. Aufgrund der völlig unterschiedlichen beiden Hälften war es am Ende ein leistungsgerechtes Remis.

"Sind mit Punkt zufrieden"

Dem schloss sich auch TSG-Torjäger Kramaric an: „Es war ein harter Kampf, ein schwieriges Spiel und beide Teams haben sich diesen Punkt am Ende verdient. Aber wir wollten vor dem Spiel natürlich mehr, haben auch eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir die Räume nicht mehr gefunden, uns auch nicht mehr so viele Chancen erspielt und dann muss man auch mit dem Punkt zufrieden sein.“

 
Hoffenheimer Distanzschuss ohne Erfolg
reiterklause

Stimmen der Trainer:

Sebastian Hoeneß (TSG Hoffenheim): „Das Unentschieden geht in Ordnung. Wir haben nach dem Gegentor eine super Reaktion gezeigt und sind klar geblieben. Wir haben uns danach fast in einen Rausch gespielt. Das sah sehr ansehnlich aus und wurde auch mit der Führung belohnt. Kurz vor der Pause hatten wir noch ein paar Situationen, mit denen wir das Spiel auf unsere Seite hätten ziehen können. Wir wurden mit dem 2:2 sehr kalt erwischt und die Reaktion danach war leider nicht mehr so gut. Das hat unser Selbstvertrauen genommen. Union hat das ausgenutzt und war sehr präsent. Dadurch müssen wir den Punkt akzeptieren.“

Urs Fischer (Union Berlin): „Ich bin heute sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben ein tolles Spiel gezeigt und uns den Punkt verdient. Wir waren sehr gut im Spiel und haben die Führung erzielt. Nach dem Ausgleich hat sich meine Mannschaft leider etwas verunsichern lassen. Hoffenheim war dann das dominante Team und wir hatten immer wieder Probleme. Wir haben uns dann in der Halbzeit vorgenommen, dass wir mutiger auftreten wollen. Das hat super geklappt, wir hatten sogar noch Möglichkeiten, um das Spiel zu gewinnen, wenn alles optimal läuft.“

Statistik:

TSG Hoffenheim: Baumann – Akpoguma, Posch, Vogt, Raum – Rudy (79. Samassékou), Stiller – Baumgartner (79. Gaćinović), Kramarić, Bruun Larsen (62. Adamyan) – Dabbur (62. Rutter)
1. FC Union Berlin: Luthe – Friedrich, Knoche, Jaeckel – Ryerson, Khedira, Gießelmann (69. Trimmel) – Haraguchi (85. Teuchert), Ingvartsen (60. Öztunali) – Awoniyi (69. Voglsammer), Kruse
Tore: 0:1 Gießelmann (10.), 1:1 Akpoguma (14.), 2:1 Bruun Larsen (30.), 2:2 Awoniyi (47.)
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote-Karte gegen Friedrich (90.+4)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann
Zuschauer: 8.014

Fotos: Kraichgaufoto

Weitere Fotos zum Bericht
     
Hoffenheim geht mit großer Vorfreunde ins erste Heimspiel
TSG empfängt Union Berlin erstmals wieder mit Zuschauern
Freitag, 20. August 2021

Das lange Warten hat ein Ende: Am Sonntag um 15.30 Uhr bestreitet die TSG Hoffenheim gegen Union Berlin ihr erstes Heimspiel der neuen Saison 2021/22 wieder mit Zuschauern. 309 Tage bzw. 44 Wochen mussten die Fans darauf warten, endlich wieder live im Stadion dabei zu sein. Letztmals war dies am 17. Oktober 2020 gegen Borussia Dortmund der Fall, wo 6.030 Zuschauer zugelassen waren – jetzt sind es maximal 15.075, die aufgrund der aktuellen Coronaverordnung dabei sein dürfen. Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß freut sich ganz besonders: „Die Zuschauer sollen uns tragen und ein positiver Faktor werden. In den wenigen Spielen, die ich vor Zuschauern erleben durfte, war genau das der Fall. Sie sollen der zwölfte Mann werden.“

 
Am Sonntag sind erstmals wieder seit Oktober 2020 Zuschauer bei einem Bundesligaheimspiel der TSG zugelassen

www.akropolis-sinsheim.de

Lösbares Auftaktprogramm

Der Spielplan könnte sich positiv für die Kraichgauer auswirken. Nach dem 4:0-Auftaktsieg beim FC Augsburg, dem Heimspiel gegen Union, geht es anschließend nach Dortmund, dann kommt Mainz, ehe es nach Bielefeld geht. Die TSG könnte sich in der Saisonanfangsphase in der oberen Tabellenhälfte etablieren und in der Folge etwas befreitet die nächsten Aufgaben angehen.

"Wollen oben angreifen"

Eine Situation, die Trainer Sebastian Hoeneß in seinem ersten Jahr als Bundesligatrainer verwehrt blieb, da seine Mannschaft ständig mit Verletzungen und Coronaausfällen zu kämpfen hatte und unerwartet ins untere Tabellendrittel rutschte. Der 39-jährige Münchner erhofft sich von seiner Mannschaft künftig mehr Stabilität und Kontinuität, um das Ziel „wieder oben anzugreifen zu realisieren und zu zeigen, dass man besser ist, als zuletzt Platz elf“. Allgemein ist nach dem letzten außergewöhnlichen Jahr der Wunsch nach einer „sorgenfreien Runde“ an der Elsenz groß. Aufgrund des vorhandenen Spielerkaders ist den Blau-Weißen auf alle Fälle eine Platzierung im oberen Tabellendrittel zuzutrauen.

 
Torjubel - Rutter (li.) und Rudy zählten zu den Torschützen beim 4:0-Sieg in Augsburg

Heinlein Bürolösungen

Beflügelt durch Europapokal-Erfolg

Jetzt heißt es zunächst einmal gegen die Köpenicker am Sonntagnachmittag zu bestehen. Der Gast reist mit großem Selbstvertrauen aus der Bundeshauptstadt an. Das Team von Trainer Urs Fischer feierte nach 20 Jahren internationaler Abstinenz einen gelungenen Einstand beim 4:0-Auswärtssieg im Qualifikation-Hinspiel der neuen Conference League beim finnischen Pokalsieger Kuopion PS in Helsinki. Die 500 mitgereisten Union-Fans - trotz UEFA-Verbot für Gästefans - feierten den in dieser Höhe nicht erwarteten Erfolg ausgelassen. Dies wollen sie jetzt auch erneut in Sinsheim, wo sie auch in der vergangenen Saison mit 3:1 triumphierten.

Zuletzt mit Auswärtsschwächen in der Liga

In der Ferne sind die Berliner an sich weniger erfolgreich. In der Bundesliga sind sie seit sechs Auswärtsspielen sieglos, holten seit März nur drei von möglichen 18 Punkten. Beim Saisonauftakt trennten sich die heimstarken „Eisernen“ an der Alten Försterei leistungsgerecht 1:1-Unentschieden im Duell mit Bayer 04 Leverkusen.

 
Trainer Sebastian Hoeneß wünscht sich eine sorgenfreie Saison sowie ein besseres Abschneiden als zuletzt

Ritzhaupt

Gute Frühform

Hoeneß sieht den nächsten Gegner ist guter Form: „Berlin hat eine super Vorbereitung gespielt, ist im DFB-Pokal weitergekommen und hat auch gegen Leverkusen einen guten Eindruck hinterlassen. Die Mannschaft ist sehr stabil.“ Dies kann man auch von den Gastgeber behaupten, die nicht zuletzt aufgrund des klaren Auftaktsieges in Augsburg, sehr selbstbewusst ins erste Heimspiel gehen. Die Nordbadener sind saisonübergreifend seit acht Ligaspielen (4 Siege, 4 Remis) ungeschlagen, konnte die letzten drei Heimspiele allesamt für sich entscheiden. Personell fehlen bei den Hoffenheimern weiterhin Ihlas Bebou, Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic und Havard Nordtveit. Dennis Geiger, Pavel Kaderabek und Florian Grillitsch könnten womöglich wieder für Sonntag eine Option sein.

Weiteres Selbstvertrauen holen

Insgesamt vier Mal duellierte sich die TSG bisher in der Bundesliga mit dem Klub aus dem Osten Berlins. Dabei gab es zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. An den letzten Leistungen gilt es jetzt anzusetzen, um womöglich mit einem zweiten Saisonsieg dann selbstbewusst am dritten Spieltag zum immer wieder reizvollen Duell nach Dortmund zu reisen.

Fotos: Kraichgaufoto

Weitere Fotos zum Bericht
    
Beier wechselt auf Leihbasis zu Hannover 96
Donnerstag, 19. August 2021

Neue Personalentscheidung bei der TSG Hoffenheim: Maximilian Beier wechselt auf Leihbasis bis 30. Juni 2022 zum Zweitligisten Hannover 96. Der 18 Jahre alte Stürmer hat bei den Kraichgauern noch einen Vertrag bis Sommer 2024. „Maxi ist ein hochveranlagter Stürmer, dem wir perspektivisch zutrauen eine richtig gute Rolle in unserem Bundesligakader zu übernehmen. Aufgrund der großen Konkurrenzsituation im Offensivbereich ist die Chance auf regelmäßige Einsatzzeiten bei uns für ihn aktuell relativ gering, sodass wir im Sinne einer strategischen Karriereplanung gemeinsam mit Maxi zu der Entscheidung gelangt sind diese Leihe umzusetzen“, sagt TSG-Direktor Profifußball, Alexander Rosen.

 
Konzentrierter Blick auf den Ball: Maximilian Beier gilt als eines der größten Hoffenheimer Talente

Einsatzzeiten ganz wichtig

Eine Personalie spielte bei dem Leihgeschäft mit eine entscheidende Rolle: Der ehemalige Leiter der Hoffenheimer Nachwuchs-Akademie, Marcus Mann, ist bei den 96ern Sportdirektor, was das Ganze zusätzlich zusätzlich positiv beeilflusste. Wichtig ist, dass der 18-Jährige in Brandenburg an der Havel geborene Stürmer zu mehr Einsatzzeiten kommt, und diese dürfte er beim Zweitligisten mit Sicherheit bekommen.

 
Beier beim Torschuss. Der Stürmer geht im weiteren Saisonverlauf bei Hannover 96 auf Torejagd.

Jüngster Bundesligaspieler der TSG

Maximilian Beier ist der jüngste Bundesligaspieler der TSG-Historie. Mit seinem Debüt am 21. Spieltag der Saison 2019/20 gegen den SC Freiburg im Alter von 17 Jahren, drei Monaten und 22 Tagen löste der deutsche Juniorennationalspieler Niklas Süle ab. Seitdem kam er zu neun Bundesliga-Einsätzen und zwei Europa League-Spielen (2 Treffer) für die Lizenzspielermannschaft der TSG.

Fotos: Kraichgaufoto

Bester Saisonstart - Hoffenheim siegt 4:0 in Augsburg
Kramaric an drei Toren beteiligt
Samstag, 14. August 2021

Traumstart für die TSG Hoffenheim in die Saison 2021/22: Die Kraichgauer gewannen bei Lieblingsgegner FC Augsburg deutlich mit 4:0 und grüßen nach dem 1. Spieltag von Tabellenplatz 2. Beim zwölften Sieg im 21. Duell gegen die Fuggerstätter trafen für die Gäste Jacob Bruun Larsen, Sargis Adamyan, Georginio Rutter und Sebastian Rudy. Matchwinner bei hochsommerlichen Temperaturen war abermals Hoffenheims Andrej Kramaric, der zwar nicht traf, aber drei Treffer vorbereitete.
Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß kommt bei deutlich mehr Ballbesitz besser in die Partie und erspielt sich vor allem über die rechte Angriffsseite einige gute Möglichkeiten. Nachdem der FCA durch Vargas die erste Großchance der Partie ungenutzt ließ (22.), landet der Ball nach 37 Minuten erstmals im Augsburger Tor. Nach einer Rechtsflanke von Kramaric kommt Bruun Larsen am langen Pfosten völlig frei zum Kopfball und drückt das Leder bei seinem ersten Kopfballtor wuchtig ins kurze Eck zur 1:0-Führung. Dabei blieb es bis zur Halbzeitpause.

 
Das zweite Bundesligator von Rutter zum 3:0 war die Vorentscheidung

Imprimatur GmbH

TSG effektiver und zielstrebiger

Die Partie nimmt im zweiten Abschnitt deutlich an Fahrt auf. Nachdem für die Gastgeber Vargas und André Hahn gute Ausgleichsmöglichkeiten liegen ließen, versäumte es Rudy, die Führung auszubauen (57.). Die TSG wirkt gedankenschneller und flüssiger im Spielaufbau und ist in der entscheidenden Spielphase effektiver und zielstrebiger. Nachdem Kramaric frei vor dem Tor an Torhüter Rafal Gikiewicz scheitert (76.), bereitet der Kroate wenig später mit einem herrlichen Pass das 2:0 durch den eingewechselten Adamyan vor, der mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck trifft (78.). Die TSG spielt sich nun in einen Rausch und höht durch den erneut eingewechselten 19-jährigen Franzosen Rutter auf 3:0 (87.). Erneut war Kramaric der Vorlagengeber, der dem Sturmkollegen den Ball mustergültig in den Lauf spielte und dieser den herauseilenden Gikiewicz lässig umspielt und einschiebt. In der Nachspielzeit schraubt Rudy nach Vorarbeit von Rutter das Ergebnis auf 4:0 hoch (90.+5). Jubel und Freude bei den Gästen, während sich die bayrischen Schwaben  den Start in die neue Saison sicherlich anders vorgestellt hatten. Für die Nordbadener, die saisonübergreifend seit acht Spielen ungeschlagen sind, war es der höchste Auftaktsieg in der Bundesliga.

 
Bruun Larsen brachte die TSG mit seinem ersten Kopfballtor in Führung

CNC Technik Lange

Verdienter Sieg

Für Torschütze Adamyan war es der optimale Start: „Wir haben es schon in der ersten Hälfte gut gemacht und sind verdient in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte haben wir dann die Führung verdient ausgebaut, weil wir bisschen mehr Risiko gegangen sind und dafür belohnt wurden.“ Überglücklich auch der Schütze des Führungstreffers Bruun Larsen: „Augsburg hat es uns nicht leicht gemacht in der ersten Hälfte. Beim ersten Auswärtsspiel unter sehr warmen Wetterbedingungen vier Tore zu erzielen, ist überragend. Wir sind total glücklich, wir haben eine gute Kultur und einen guten Teamgeist.“ Für Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß war die Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt ausschlaggebend: „Wir haben eine erste Hälfte gesehen, die recht ausgeglichen war. Wir waren im Spiel mit dem Ball nicht zufrieden. Danach wurde es aber besser. Wir haben nach dem Führungstreffer eine starke Augsburger Phase überstanden und mit dem 2:0 unsere Chance genutzt. Wir waren heute vor dem Tor eiskalt.“ Für Trainerkollege Markus Weinzierl war es am Ende „in der Summe eine verdiente Niederlage, weil wir nicht unsere beste Leistung gezeigt haben.“
Am 2. Spieltag empfängt die TSG Hoffenheim am Sonntag, den 22. August um 15.30 Uhr in Sinsheim Union Berlin.

 
Adamyan (re.) und Rudy zählten ebenfalls zu den TSG-Torschützen beim 4:0-Traumstart in Augsburg
Hochmuth Rolladen & Sonnenschutz

Statistik:

FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago (81. Pedersen) – Moravek (58. Maier), Dorsch – Hahn (64. Caligiuri), Jensen (64. Gregoritsch), Vargas (81. Sarenren-Bazee) – Niederlechner
TSG Hoffenheim: Baumann – Akpoguma (73. Samassékou), Posch, Vogt, Raum (52. John) – Rudy, Stiller – Baumgartner (73. Rutter), Dabbur (59. Gaćinović), Bruun Larsen (59. Adamyan) – Kramaric
Tore: 0:1 Bruun Larsen (37.), 0:2 Adamyan (79.), 0:3 Rutter (87.), 0:4 Rudy (90.+5)
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych
Zuschauer: 9.124

Foto: Kraichagufoto

Weitere Fotos zum Bericht
"Haben Bock auf die neue Saison und wollen weiter nach oben klettern"
TSG mit einigen Personalproblemen beim Saisonauftakt in Augsburg
Donnerstag, 12. August 2021

Am Wochenende ist es endlich wieder soweit, die Fußball-Bundesliga startet in die neue Saison 2021/22, und erstmals wieder mit Zuschauern. Die TSG Hoffenheim gastiert dabei zum Auftakt am Samstag um 15.30 Uhr beim FC Augsburg, gegen den sie in den bisherigen 20 Duellen eine äußerst positive Bilanz aufzuweisen hat: 11 Siege, 4 Unentschieden und nur 5 Niederlagen. Für Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß ist dies jedoch kein Grund den Gegner, auf dessen Platz sein Team bereits sechs Mal als Sieger hervorging, auf die leichte Schulter zu nehmen: Wir müssen gegen Augsburg taktisch und mental gut vorbereitet sein. Wir wollen unser Spiel auf den Platz bringen und gleichzeitig wachsam sein.“ Der Hoffe-Coach erwartet offensive Gastgeber, die hoch attackieren werden, körperlich zur Sache gehen und viele Zweikämpfe führen werden.

 
Akpoguma kommt vor seinem Augsburger Gegenspieler zum Torschuss

Hoeneß stehen eine Reihe Spieler nicht zur Verfügung

Personell muss Hoeneß bereits zum Saisonstart improvisieren, da ihm eine ganze Reihe Spieler nicht zur Verfügung stehen: Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Havard Nordtveit, Ihlas Bebou, Florian Grillitsch, Pavel Kaderabek und Robert Skov fallen mit Sicherheit aus. Hinter den Einsätzen von Oliver Baumann, Sargis Adamyan und Diadie Samassekou stehen noch Fragezeichen.

Mit Weinzierl ging es aufwärts

Am Ende der vergangenen Saison übernahm Markus Weinzierl das Traineramt bei den Fuggerstädtern und sicherte den Klassenerhalt als Tabellendreizehnter mit 36 Punkten. Im DFB-Pokal gewann der FCA nach anfänglichen Problemen 4:2 beim Oberligisten Greifswalder FC. Weinzierl hofft mit den Zuschauern im Rücken auf einen positiven Saisonauftakt im inzwischen elften Bundesligajahr des FCA: Wir freuen uns auf das erste Saisonspiel, und das vor Zuschauern. Hoffenheim schätze ich als einen Gegner mit hoher Qualität ein, der uns alles abverlangen wird. Für drei Punkte zum Auftakt brauchen wir eine gute Leistung!“ Sicherlich denkt Weinzierl dabei auch an die zuletzt eher schwächeren Auftritte der Nordbadener in der Ferne. Seit acht Bundesliga-Spielen sind die Blau-Weißen auf des Gegners Platz sieglos (fünf Remis, drei Niederlagen). Sollte die TSG nun auch in Augsburg sieglos bleiben, wäre dies ein neuer negativer Vereinsrekord.

 
Kaderabek (2. v.l.) und Samassekou im Duell mit zwei Augsburgern
lacuisine

"Wir wollen in der Tabelle weiter nach oben"

Doch davon wollen die Kraichgauer nichts wissen. Vielmehr geht der Fokus auf ein besseres Abschneiden als in der vergangenen Saison. Hoeneß: Wir sind ambitioniert und wollen uns verbessern. Wenn wir sorgenfrei durch die Saison kommen, können wir die Teams oben ärgern. Wir sind ehrgeizig, haben richtig Bock auf die Saison und wollen in der Tabelle klettern.“ Positiv stimmt ihn dabei die Saisonvorbereitung, mit der der gebürtige Münchner sehr zufrieden war: „Wir sind gut durch die Vorbereitung gekommen und haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. In der Mannschaft herrscht eine sehr gute Stimmung. Wir sind optimistisch für die Saison.“

 
Hoffenheims Baumgartner (re.) kommt gegen Augsburg zum Torabschluß

Heidelberger

Duell zweier "Unabsteigbaren"

Den Optimismus stärkt die Bilanz der letzten Spiele mit drei Siege und vier Remis. Seit vier Monaten ist die TSG in einem Pflichtspiel ohne Niederlage, und diese war ausgerechnet am 3. April beim FC Augsburg (1:2). Das Duell Augsburg gegen Hoffenheim ist auch ein Duell zweier „Unabsteigbaren“. Beide zählen zum Kreis von sieben aktuellen Erstligisten, die neben dem FC Bayern München, Bayer 04 Leverkusen, VfL Wolfsburg, Union Berlin und RB Leipzig noch nie aus der höchsten deutschen Spielklasse abgestiegen sind.

Fotos: Kraichgaufoto

 

Weitere Fotos zum Bericht
Dank Kramaric steht Hoffenheim in der 2. DFB-Pokalrunde
TSG siegt mühsam 3:2 bei Drittligist Viktoria Köln
Dienstag, 10. August 2021

Die TSG Hoffenheim erreicht mit viel Mühe nach einem dramatischen und spannenden Pokalfight die 2. Runde des DFB-Pokals. Der Bundesligist siegte mit viel Aufwand beim Drittligisten Viktoria Köln mit 3:2 nach Verlängerung. Die Treffer für die Kraichgauer vor 3.402 Zuschauern im Sportpark Höhenberg erzielten Andrej Kramaric per Doppelpack und Munas Dabbur. In der Anfangsphase dominierten die Nordbadener und  hatten durch Kramaric (10.) und Akpoguma (19.) zwei gute Führungschancen.

2 Treffer innerhalb von 6 Minuten

Nach knapp einer halben Stunde dann die verdiente Führung: Nach einem von Christoph Greger an Jacob Bruun Larsen verschuldeten Foulelfmeter besorgte Kramaric vom Elfmeterpunkt die 1:0-Gästeführung (27.). Doch die Kölner antworteten umgehend und glichen durch Simon Handle, der mit einem 15 Meter-Schuss TSG-Keeper Philipp Pentke keine Chance ließ, zum 1:1-Ausgleich aus (33.).

 
Mit einem Doppelpack sichert Kramaric der TSG den Einzug in die nächste Pokalrunde

Wiesendanger Bedachungen

TSG vergibt beste Chancen

In der zweiten Hälfte drängte die TSG verstärkt auf den Führungstreffer und hatte durch Kramaric (54.) und zwei Mal Christoph Baumgartner (65./82.) hochkarätige Chancen. In der Nachspielzeit dann Glück für das Team von Trainer Sebastian Hoeneß, als Kölns Maximilian Rossmann nach einer Ecke freistehend neben das Tor köpft (90.+1). In der folgenden Verlängerung brachte der in der 76. Minute eingewechselte Dabbur die Blau-Weißen erneut in Führung, als er eine Baumgartner-Flanke volley zum 2:1 über die Linie drückt (94.). Doch wenig später gelingt den Gastgebern erneut nach einer Ecke durch einen Kopfball von Greger der 2:2-Ausgleich (102.).

Kramaric sorgt für die Entscheidung

In der zweiten Hälfte der Verlängerung sorgte Kramaric nach einem schönen Dribbling und einem platzierten Schuss für die Entscheidung (107.). Dem zweiten Treffer des Kroaten konnten die wacker kämpfenden Rheinländer dann nichts mehr entgegensetzen.

 
Dabbur brachte die Kraichgauer in der Verlängerung in Führung

Imprimatur GmbH

"Es war ein verdienter Sieg"

Für Hoffenheims österreichischen Nationalspieler Baumgartner war es ein verdienter Sieg: Es war ein hartes Stück Arbeit, wir haben sicherlich nicht alles richtig gemacht, aber wir haben das Spiel gewonnen und das ist das, was am Ende zählt. Wir haben in den entscheidenden Situationen einige Male die falsche Entscheidung getroffen.“ Auch TSG-Coach Hoeneß zeigte sich am Ende zufrieden: „Wir haben über weite Strecken des Spiels eine gute Leistung gezeigt. Wir hatten sehr viele Chancen, die wir nicht genutzt haben. Unser Gegner war sehr effektiv. Wir müssen in den Strafräumen noch besser werden. Am Ende des Tages ist der Sieg aus meiner Sicht hochverdient.“

Statistik:

Viktoria Köln: Nicolas – Heister, Rossmann, Greger, Buballa – Klefisch, Lorsch (89. Hemcke), Sontheimer (110. Bunjaku) – Handle, Amyn (59. Philipp) – Möller (59. Thiele)
TSG Hoffenheim: Pentke – Bogarde (64. Posch), Akpoguma, Vogt, Raum (115. John) – Geiger (76. Dabbur), Stiller – Rutter (64. Rudy), Baumgartner, Bruun Larsen (105. Gacinovic) – Kramaric
Tore:  0:1 Kramaric (27./Foulelfmeter), 1:1 Handle (33.), 1:2 Dabbur (94.), 2:2 Greger (102.), 2:3 Kramaric (107.)

Fotos: Kraichgaufoto